Vita

nprkappenstein

Foto: Jens Vetter

Ich habe mich vor einigen Jahren dazu entschieden, meine Gedanken und Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten. Meine Materialauswahl ergibt sich dabei oft spontan, weil ich mich selbst nicht in der Wahl meiner Medien einschränken will. Jedes Material birgt unfassbar viele Möglichkeiten, was die Arbeit oftmals so interessant und herausfordernd macht.

Die Themen meiner Arbeiten umfassen die Natur, Menschen mit Behinderung und meine persönlichen Gedanken und Eindrücke. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Strukturen, schnellen Zeichnungen, Hybriden und Details meiner Umgebung. Die Herausforderung für mich ist es, etwas zu schaffen, was individuell ist und meine Persönlichkeit zum Ausdruck bringt. Für mich vereint Kunst zahlreiche Aspekte. Kunst kann so vieles sein. Eben auch Kommunikation. Durch meine Werke schaffe ich zwischen dem Betrachter und mir einen Nährboden dafür. Mich interessiert das Feedback der Menschen, weil es ein Motor für meine Entwicklung ist.

Meine erste Ausstellung, die den Titel „Animalie“ trug, fand 2014 im Café Kulturhof in Euskirchen statt. Dort zeigte ich 12 Bilder meines Schaffens und konnte Freunde, Verwandte und Arbeitskollegen dafür begeistern. Die Werke zeigten Tiere die mit Öl und Acryl auf Holz und Leinwand gemalt wurden. Mir schlug eine Welle der positiven Resonanz entgegen, die mich dazu motivierte, meine Ideen weiter umzusetzen und an meiner Technik zu feilen.

Im November 2015 eröffnete ich im Bonner Polizeipräsidium meine zweite Ausstellung „Autism“. Dort zeigte ich 27 Werke, die in den Vormonaten geschaffen wurden. Die Ausstellung war in zwei Hauptthemen aufgeteilt. Der erste Themenbereich „Autism“ zeigte großformatige Weltraumbilder und eine Skulptur, die mit Öl, Acryl und Lack angefertigt wurden. Zusätzlich stellte ich dazu drei schnelle Zeichnungen aus, die Klienten in einer Behindertenwerkstatt zeigten. Diese entstanden während meiner Arbeit als Integrationshelfer eines autistischen Jugendlichen. Der zweite Themenbereich stellte eine Fortsetzung der ersten Ausstellung dar und lief unter dem Titel „Animalie II“. Ich zeigte darin in Öl und Acryl heimische Tiere, während exotische Tiere mit der Technik „Dot-Work“ umgesetzt wurden.

Zurzeit studiere ich Sozialpädagogik an der HAN in Nijmegen und werde das Studium vorrausichtlich 2017 abschließen. In meiner Arbeit als angehender Sozialpädagoge fließt meine Kreativität in der Auseinandersetzung mit meinen Klienten mit ein. Zusammen mit zwei Kommilitonen der HAN habe ich das Projekt „Integraff“ geschaffen, welches Menschen mit und ohne Behinderung einen Raum bietet, in dem sie sich kreativ austoben können. Der Grundstein dafür ist gelegt und es werden weitere Aktionen stattfinden.